Aufatmen beim FC Sachsen / Plötzlich wieder Punkte

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Aufatmen beim FC Sachsen / Plötzlich wieder Punkte

Beitragvon salech » 12.05.2011 08:39

Geschrieben von Eberhard Schmiedel
Dienstag, 10. Mai 2011

Fabian Schößler trifft zweimal zum 3:2-Heimerfolg über den FSV Zwickau

Leipzig.
Er war fix und fertig und rannte mit dem Abpfiff sofort in die Kabine, derweil seine Mannschaft einen schwer erkämpften 3:2 (2:1)-Heimsieg über den FSV Zwickau feiern konnte. Hans-Christian Kaubitzsch, Trainer des Siegerteams FC Sachsen, musste dagegen erst einmal in aller Stille das verdauen, was er da erleben musste.
"Ich glaube, ich bin in diesem Spiel 20 Jahre älter geworden", schilderte er das Auf und Ab der Stimmungslage.
Der 55-Jährige hätte sich eigentlich nach der überraschenden Führung durch Fabian Schößler setzen und diesen herrlichen Sonnentag mit den 927 Zuschauern genießen können. Doch der Leutzscher Treffer in der 6. Minute beflügelte die Gäste. Angetrieben vom lautstarken Anhang konnte Kapitän Mike Baumann acht Minuten darauf zum 1:1 ausgleichen. "Wir haben in dieser Phase regelrecht um dieses Tor gebettelt", ärgerte sich draußen der verletzte Sachsen-Kapitän Kevin Kittler. Enrico Köckeritz, sein Vertreter, hatte da mit seiner Defensivabteilung Schwerstarbeit zu leisten.
Die Gastgeber kamen erst wieder besser zurück, als sie ihre Schnelligkeit über die Außenbahnen (Khvicha Shubitidze, Schößler) ausspielten. "Wir wussten, da sind die Zwickauer an­fällig", erklärte Daniel Heinze die tak­tische Ausrichtung. Er schaffte nach feinem Slalom die erneute Führung vor der Pause. Nach Traumpass von Christopher Kuckelt jagte er den Ball an Pfosten, von dort trudelte er über die Linie (40.). Als dann erneut Schößler traf (66.), schien beim 3:1 alles klar zu sein für die Kaubitzsch-Truppe. "Fabian hat gut trainiert und eine ordentliche Partie in der Zweiten abgeliefert", begründete der Trainer den Einsatz des 21-Jährigen, der für unerwartete Torflut bei den Leutzschern sorgte. Doch seine Treffer sollten noch nicht der Garant für den Erfolg sein.
Als sich ein Gast in der Sachsen-Abwehr verfing, nutzte Marco Wölfel die Strafstoß-Chance und machte es noch einmal spannend (72.). Zwickau versuchte nun mit aller Macht, den Ausgleich zu erzielen und berannte das Gehäuse von Felix Weiß, der nach Fehlgriff beim ersten Gegentor ins Spiel fand. Nur einmal kamen die Gastgeber noch zum erfolgreichen Konter - doch Felix Lietz holte Schößler von den Beinen und sah in der Nachspielzeit Rot. Mit viel Kampf und etwas Glück überstanden die Sachsen die turbulente Schlussphase und können etwas erleichtert das schwere Restprogramm (Gotha, Bautzen und Regionalliga-Aufsteiger Halberstadt) in Angriff nehmen.

FC Sachsen: Weiß - Felke, Werner, Köckeritz, Kuckelt - Scholze, Shubitidze, Schößler, Ledwoch - Heinze (82. Lee Gandaa), von der Weth (71. Seitz).

FSV Zwickau: Wohlfeld - Lietz, Baumann, Trehkopf, Strobel (60. Fischer) - Jazwinski (54. Wilhelm), Wölfel - Schumann,Neumann (46. Kellig) - Fuchsenthaler, Laskowski.

Quelle: LVZ vom 09.05.2011

Daniel Heinze wird zum Sachsen-Torjäger

Leipzig.
Sie sind fast vergessen, die quälenden Stunden beim FC Sachsen, da sich Mannschaft samt Trainer ständig fragten: Spielen wir so schlecht oder sind die anderen wirklich immer besser? Eine Serie von 13 sieglosen Oberliga-Partien im Jahr 2011 ließ viele im Umfeld am Können zweifeln. "Aber wir waren nie verzweifelt, haben immer an uns geglaubt", kann Daniel Heinze jetzt erleichtert feststellen, auch wenn der Klassenerhalt nicht perfekt ist.
Dass der aktuelle Aufschwung bei den Leutzschern mit dem Wechsel auf der Trainerbank zu tun hat, daran glaubt er nicht. "Wir trainierten bei Herrn Heyne ordentlich und das wird jetzt durch Herrn Kaubitzsch fortgesetzt", berichtet der 23-Jährige, der bereits als 17-Jähriger den Sprung in die "Erste" schaffte. Immer als Zuschauer dabei sind seine Eltern, die aus Halle anreisen. Der Vater spielte dort bei Empor, dem heutigen VfL 96, wo auch Klein-Daniel kickte. Sein Talent blieb den Spähern nicht verborgen, so dass er als 15-Jähriger nach Leipzig wechselte.
An eine solch lange punktelose Zeit kann er sich nicht erinnern. Daniel Heinze hat keine passende Erklärung dafür, weshalb es plötzlich wieder läuft. "Es war wie verhext, nichts wollte klappen." Und mit einem Mal, seit dem 2:0-Sieg im Ortsderby gegen L-*-K, geht es wieder vorwärts. "Das war genau dieses Erfolgserlebnis, dem wir hinterhergerannt sind." Mit bisher sieben Treffern ist er bester Sachsen-Torjäger, hat so mit für Besserung sorgen können.
Inzwischen haben die Sachsen fünf Spiele in Folge nicht verloren und neun Punkte geholt. "Das hat uns viel Selbstvertrauen gebracht", meint der schnelle Angreifer, "aber da ist noch einiges Potenzial nach oben." Er meint damit nicht nur den Tabellenplatz, sondern das Abrufen des Leistungsvermögens. "Die Mannschaft will, das spürt man in Training und Wettkampf. Wenn dann noch der Erfolg gelingt, fühlt man sich auch für den Aufwand entschädigt." Heinze gehört zu den Leutzschern, die neben der Ausbildung Fußball spielen. Gestern war 17.30 Uhr Training angesetzt. Er hat noch ein Jahr vor sich, dann kann er als Bürokaufmann arbeiten. "Ausbildung ist wichtig, da wird dir auch nichts geschenkt. Wie auf dem Platz", sagt er.
"Daniel macht sein Ding und ist zuverlässig", lobt ihn Trainer Hans-Christian Kaubitzsch. "Er ist schnell und schussstark, sollte sich noch mehr zutrauen", gibt er ihm mit auf den Weg. Daniel Heinze hört das oft. Er ist dabei, es zu verwirklichen.

Der FC Sachsen bietet morgen (17 Uhr) ein Probetraining für Nachwuchsspieler im Kunze-Sportpark (Nachwuchs-Container) an. Gesichtet werden die Jahrgänge 1994 - 1998. Gesucht werden auch Trainer mit C-Lizenz. Interessierte melden sich bei Nachwuchsleiter Christian Scheibe unter 0341 4533323 oder per E-Mail scheibe@fc-sachsen.de

Quelle: LVZ vom 10.05.2011
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