Fußball | Randale Brutaler Überfall hat Nachspiel

Hier kann alles rein was nichts mit dem FC Sachsen Leipzig zu tun hat, aber vieleicht mit den Nachrichten aus Leipzig und der Welt

Fußball | Randale Brutaler Überfall hat Nachspiel

Beitragvon salech » 26.10.2009 17:55

Nach dem brutalen Überfall von 50 Neonazis auf Fans und Spieler des Fußballvereins "Roter Stern Leipzig" beim Bezirksklassenspiel am Sonnabend in Brandis ist ein Sportgerichtsverfahren eingeleitet worden. Das bestätigte der Präsident des Leipziger Fußballverbandes, Reiner Hertle, am Montag.

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Massive Kritik an Polizei

Zudem soll es am Nachmittag Gespräche zwischen dem gastgebenden Verein FSV Brandis und dem Sächsischen Fußballverband (SFV) geben. Dabei wird laut SFV-Präsident Lutz Mende geprüft, ob sich Verein und Polizei ordnungsgemäß auf dieses Risikospiel vorbereitet hatten. Insbesondere die Polizei geriet nach dem Angriff massiv unter Druck. Nach Angaben des FSV Brandis, habe die Polizei seit Wochen von dem geplanten Angriff gewusst.

Bild Auf dem Sportplatz "Freundschaft" spielten sich schlimme Szenen ab.

"Wir haben es der Polizei mitgeteilt, wurden aber allein gelassen", sagte FSV-Vizepräsident Michael Sommer dem MDR. Am Spieltag selbst waren lediglich acht Beamte vor Ort. Verstärkung kam nach Berichten von Augenzeugen erst, als die Schlägerei bereits vorüber war. Der Sprecher der Polizeidirektion Westsachsen, Michael Hille, wehrte sich gegen die Vorwürfe. "Dieses Spiel war für uns kein Problemspiel. Wenn wir Hinweise bekommen, dann reagieren wir", widersprach Hille den Aussagen, über die Angriffe informiert gewesen zu sein. Mittlerweile forderten Politiker mehrerer Parteien genaue Aufklärung darüber, ob die Polizei im Vorfeld Hinweise hatte oder nicht.

Brandiser Ordner verschaffen Zugang

Doch auch der FSV Brandis selbst muss sich Vorwürfe gefallen lassen, besonders das die Rechtsextremen Zugang bekamen. "Wir haben diese grölende Truppe über einen Seiteneingang auf das Gelände gelassen, das war ein Fehler. Aber die waren so aufgebracht, dass wir sie auf keinen Fall hätten aufhalten können. Ich habe in die Gesichter von 50 Mördern gesehen", versuchte Vereinssprecher Gerd Große die Situation zu erklären. Einer der Brandiser Ordner soll sich nach Zeugenaussagen gar unter die Angreifer gemischt haben. Auch dies will der Sächische Fußballverband nun prüfen. "Man muss in Vereinen darauf achten, dass Menschen rechtsradikaler Gesinnung dort nicht mitwirken", appellierte Präsident Mende.
Politische Dimensionen

Die Polizei hat indes eine achtköpfige Ermittlungsgruppe gebildet, um die Täter zu überführen. "Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft ermitteln wir wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung - zunächst gegen Unbekannt. Wir gehen von einem politischen Hintergrund aus", sagte Hille am Montag. Grünen-Landtagsabgeordnete Miro Jennerjahn warnte: "Die Vorfälle von Brandis verdeutlichen, dass das neonazistische Potenzial in Sachsen auch im zunehmenden Maß eine Gefahr für die Demokratie ist."

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A... HOCH FÜR CHEMIE!!!
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