Formel 1: BMW steigt wohl aus der Formel 1 aus

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Formel 1: BMW steigt wohl aus der Formel 1 aus

Beitragvon salech » 29.07.2009 09:53

Der Autohersteller BMW will laut „Bild“ nach der laufenden Saison aus der Formel 1 aussteigen. Grund sei ein interner Strategiewechsel, der das Thema Nachhaltigkeit als Kernmotiv aller Markenaktivitäten in den Vordergrund stellt.
Die wahren Gründe dürften in hohen Kosten und andauernder Erfolglosigkeit liegen.


Tatsache ist, dass BMW am Dienstagabend kurzfristig für Mittwoch, 10 Uhr, eine Pressekonferenz „anlässlich der aktuellen Entwicklungen im Motorsport"anberaumt hat. Laut BMW „stehen für Fragen der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Dr. Norbert Reithofer, der Vorstand für Entwicklung, Dr. Klaus Draeger, und BMW Motorsport Direktor Dr. Mario Theissen zur Verfügung“. Damit ist klar, dass es nicht nur um einen neune Heckflügel fürs Auto geht.

Laut„Bild“-Zeitung wollen die BMW-Verantwortlichen stattdessen den Rückzug aus der Königsklasse verkünden. Nur noch bis zum Saisonende werden die weiß-blauen Rennwagen auf den Formel-1-Kursen unterwegs sein – danach ist Schluss.

Kein Erfolg beim Comeback

BMWs erstes Formel-1-Engagement in den 80ern war 1983 vom Titel für Nelson Piquet gekrönt. Im Jahr 2000 kehrten die Münchner als Motorenlieferant von Williams zurück. Anfang 2006 übernahmen sie das ehemalige Sauber-Team. In München arbeiten etwa 300 Mann am Formel-1-Projekt, weitere 430 im schweizerischen Hinwil. In die dortige Formel-1-Fabrik hat BMW stark investiert. Vom großen und spätestens seit 2009 auch erklärten Ziel, dem WM-Titel, war BMW ausgerechnet in dieser Saison weiter entfernt denn je. Mit nur acht WM-Zählern rangiert das Team derzeit auf dem drittletzten Platz. Die Kosten für eine Formel-1-Saison schätzen Experten auf 300 Millionen Euro.

Was wird aus Nick Heidfeld und Robert Kubica?

Die Fahrer Nick Heidfeld und Robert Kubica dürften damit auf der Straße stehen. Ob sie bei anderen Teams unterkommen können, ist offen – zumal auch andere Hersteller angesichts der Wirtschaftskrise ihr Formel-1-Engagement immer kritischer auf den Prüfstand stellen. Als nächster Wackelkandidat etwa gilt Toyota. Die einst erfolgsverwöhnten Japaner haben unter massiven Absatzeinbrüchen zu kämpfen.

Zum Ende der vergangenen Saison hatte sich bereits Honda aus der Königsklasse des Motorsports verabschiedet und so den Weg für den Triumphzug von Brawn GP frei gemacht. Der Ex-Ferrari-Rennleiter Ross Brawn hatte den Scherbenhaufen übernommen und stellt derzeit mit Jenson Button den WM-Führenden.

gs/dpa/BMW
Quelle: Bild
A... HOCH FÜR CHEMIE!!!
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