Nachdenkliche Geschichten

Hier kann alles rein, was in kein anderes Forum reinpasst.

Nachdenkliche Geschichten

Beitragvon salech » 29.12.2008 15:19

Eine besondere Geschichte

oder

eine etwas andere Geschichte zum Nachdenken!!!


Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen.

Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, daß sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben.

Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin.

Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten .

Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste.

Schon nach kurzer Zeit lächelten alle.

"Wirklich?" hörte man flüstern.

"I wusste gar nicht, dass ich irgend jemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen" waren die Kommentare.

Niemand erwähnte danach die Listen wieder.

Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus.

Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt.

Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.

Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen und die
Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers.

Sie hatte noch nie einen Soldaten in einem Sarg gesehen - er sah so stolz aus, so erwachsen.

Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden.

Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt hatte, ging am Sarg vorbei und erteilte ihm die letzte Ehre.

Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg.

Als sie dort stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg trugen zu ihr: "Waren Sie Mark's Mathe - Lehrerin?" Sie nickte: "Ja".

Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen."

Nach dem Begräbnis waren die meisten von Mark's früheren Schulfreunden versammelt.

Mark's Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf,
mit der Lehrerin zu sprechen.

"Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche.

"Das wurde gefunden, als Mark gefallen ist.

Wir dachten, Sie würden es erkennen."

Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammen geklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war.

Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten.

"Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben" sagte Mark's Mutter.

"Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt."

Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin.

Charlie lächelte ein bisschen und sagte, "Ich habe meine Liste auch noch.

Sie ist in der obersten Lade in meinem Schreibtisch".

Chuck's Frau sagte, "Chuck bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu
kleben."

"Ich habe meine auch noch" sagte Marilyn.

"Sie ist in meinem Tagebuch."

Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen.

"Ich trage sie immer bei mir", sagte Vicki und meinte dann ohne mit der Wimper zu zucken: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt."

Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte.

Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.

Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet.
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:22

Fußschritte

Shannon konnte die Fußschritte hinter sich hören als sie nach Hause ging.

Der Gedanke, dass sie verfolgt wird, ließ ihr Herz schneller schlagen.

Du bist lächerlich, sagte sie sich selbst, niemand verfolgt dich.

Um sicher zu gehen beschleunigte sie ihr Schritttempo, doch die Schritte glichen sich den ihren an.

Sie hatte Angst nach hinten zu sehen und sie war froh, dass sie fast zu Hause war.

Shannon sagte ein schnelles Gebet: Gott, bitte lass mich sicher nach Hause kommen.

Sie sah das Außenlicht brennen und rannte den Rest des Weges, bis zum Haus.

Erst mal drinnen, lehnte sie sich einen Moment gegen die Tür, erleichtert in den sicheren vier Wänden ihres Zuhause zu sein.

Sie sah aus dem Fenster um nachzusehen ob jemand da draußen war.

Der Gehweg war leer.

Nach dem Durchblättern ihrer Bücher, entschloss sie sich einen Snack zu sich zu nehmen und online zu gehen.

Sie loggte sich unter ihren Nicknamen "ByAngel213" ein.

Sie sah in ihre Buddyliste und stellte fest, dass "GoTo123" online war.

Sie schickte ihm eine Nachricht.

ByAngel213: Hi, ich bin froh, dass du online bist.
Ich hab geglaubt, dass mich jemand nach Haus verfolgt hat. Es war total komisch.

GoTo123: Du guckst zu viel Fern. Wieso sollte dich jemand verfolgen?
Wohnst du nicht in einer sicheren Gegend?

ByAngel213: Natürlich wohne ich in einer sicheren Gegend.
Ich nehme an, dass ich mir das nur eingebildet habe, denn ich hab niemanden gesehen, als ich rausgeschaut habe.

GoTo123: Es sei denn du hast deinen Namen übers Internet raus gegeben.
Das hast du doch nicht gemacht oder?

ByAngel213: Natürlich nicht. Ich bin doch nicht doof!

GoTo123: Hattest du ein Softball Spiel nach der Schule heute?

ByAngel213: Ja und wir haben gewonnen!

GoTo123: Das ist Klasse! Gegen wen habt ihr gespielt?

ByAngel213: Wir haben gegen die Hornets gespielt. Ihre irren Uniformen sind total schrecklich, sie sehen aus wie Bienen.

GoTo123: In welchem Team spielst du?

ByAngel213: Wir sind die Canton Cats. Wir haben Tigerpfoten auf unseren Uniformen. Die sind total cool.

GoTo123: Hast du gepitched?

ByAngel213: Nein, ich spiele second Base. Ich muss weg, meine Hausaufgaben müssen fertig sein bevor meine Eltern nach Hause kommen.Ich will sie nicht verärgern. CU.

GoTo123: Bis dann. CU.

Währenddessen......

GoTo123: ging zum Mitglieds Menü und begann die Suche nach ihrem Profil. Als er es fand, markierte er es und druckte es aus. Er holte einen Stift heraus und begann aufzuschreiben was er bis jetzt über Angle wusste.

Ihr Name: ShannonBaby28

Geburtsdatum: 3. Januar 1985 - Alter:13

Staat in dem sie wohnt: North Carolina

Hobbys: Softball, Chore, Skating und Shoppen.

Neben dieser Information wusste er dass sie in Canton wohnt, weil sie es ihm grad gesagt hat. Er weiß, dass sie bis 18:30 Uhr alleine ist und das jeden Nachmittag, bis ihre Eltern von der Arbeit kommen. Er wusste, dass sie im Schulteam Donnerstag Nachmittag Softball spielt.Und dass sich das Team Canton Cats nennt.
Ihre Glückszahl 7, ist auf den Rücken ihrer Uniform gedruckt. Er wusste, dass sie im siebten Schuljahr der Canton Junior High School war. Das hat sie ihm erzählt.
All dies in einer Unterhaltung die sie Online hatten. Er hatte jetzt genug Information um sie zu finden.

Shannon erzählte ihren Eltern nichts von dem Geschehen auf dem Weg nach Hause. Sie wollte nicht, dass sie ihr eine Szene machen und ihr verbieten zu Fuß nach Haus zu gehen nach dem Softball Spiel. Eltern übertreiben immer maßlos und ihre waren die Schlimmsten.
Sie wünschte, sie wäre kein Einzelkind. Wenn sie doch einen Bruder und eine Schwester hätte, dann wären ihre Eltern nicht so übertrieben beschützerisch.

Bis Donnerstag hatte Shannon die Fußschritte längst vergessen.
Sie war grad mitten im Spiel als sie merkte, dass jemand sie an starrte.
In dem Moment fielen ihr auch wieder die Schritte ein.
Sie sah von ihrem Second Base nach oben, um festzustellen, dass ein Mann sie genau beobachtete.
Er lehnte sich gegen den Zaun und lächelte, als sie ihn ansah.
Er sah überhaupt nicht Angst einflössend aus und sie vergaß schnell wieder ihre Bedenken.

Nach dem Spiel saß er auf einer Bank in ihrer Nähe, als sie noch kurz mit dem Trainer sprach.
Sie bemerkte sein Lächeln auf ein Neues und ging an ihm vorbei.
Er nickte und sie lächelte zurück.
Ihm fiel der Name auf dem Rücken ihres Trikots auf und er wusste, dass er sie gefunden hatte.
Er ging mit einem sicheren Abstand hinter ihr her.
Sie waren nur ein Paar Häuser von Shannons zu Hause entfernt.
Und als er wusste wo sie wohnt, ging er schnell zurück zum Park um sein Auto zu holen. Jetzt musste er warten.
Er entschloss sich etwas zu essen bis die Zeit gekommen war, zu Shannons Haus zu gehen. Er fuhr zu einem Schnellrestaurant und blieb dort bis es Zeit war.

Shannon war in ihrem Zimmer als sie Stimmen im Wohnzimmer hörte. Shannon, komm her. Ihr Vater rief sie.
Er hörte sich besorgt an und sie konnte sich keineswegs vorstellen warum. Sie ging ins Zimmer, als sie den Mann vom Spielfeld auf dem Sofa sitzen sah.
Setz dich, fing ihr Vater an, dieser Mann hat uns gerade eine sehr interessante Geschichte über dich erzählt.
Shannon ging zu einem Stuhl gegenüber im Raum.
Wie konnte er ihren Eltern überhaupt irgend etwas erzählen?
Sie hatte ihn bis heute noch nie zuvor gesehen!
Weißt du wer ich bin, Shannon? fragte der Mann sie.
Nein, antwortete Shannon.
Ich bin ein Polizist und dein Online Freund, GoTo123.
Shannon war erstaunt.
Das ist nicht möglich!
GoTo ist ein Kind in meinem Alter.
Er ist 14 und wohnt in Michigan!
Der Mann lächelte.
Ich weiß, dass ich dir das erzählt habe, aber es war nicht wahr.
Siehst du, Shannon, es gibt Menschen online die nur so tun als wenn sie Kinder wären. Ich war einer von denen.
Doch während andere es machen um Kinder zu finden und ihnen weh zu tun, gehöre ich zu der Gruppe die es macht um Kinder zu schützen.
Ich bin hergekommen um dich zu finden und um dir bei zubringen wie gefährlich es sein kann zu viel Information raus zugeben, an Menschen übers Internet.
Du hast mir genug erzählt, um es mir leicht zu machen dich zufinden. Dein Name, die Schule die du besuchst, der Name deines Ball Teams, und die Position in der du spielst.
Die Nummer und der Name auf deinem Trikot machte das Finden nur noch einfacher.
Shannon war immer noch erstaunt.
Du wohnst nicht in Michigan?
Er lachte. Nein, ich wohne in Raleigh.
Es hat dir ein sicheres Gefühl gegeben zu glauben, dass ich so weit weg wohne, nicht wahr?
Sie nickte.
Ich hatte Freunde, deren Tochter war genau wie du, nur hatte sie nicht so viel Glück. Der Mann fand sie und tötete sie während sie allein zu Haus war. Kindern wird beigebracht nie jemanden zu sagen wenn sie allein zu Hause sind, jedoch tun sie es ständig, online. Sie tricksen dich aus, um Informationen raus zugeben, ein wenig hier - ein wenig da.
Bevor du es weist, hast du ihnen genug erzählt damit sie dich finden können, ohne dass du es überhaupt bemerkt hast.
Ich hoffe, dass du daraus etwas gelernt hast und dem nächst vorsichtiger bist.
Das werde ich, versprach Shannon.
Wirst du anderen davon erzählen damit sie auch sicher sind?
Das verspreche ich!
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:22

Pizza, Party und Mondscheinfahrt

Jenny war so glücklich über das Haus, das sie gefunden hatten.
Zum ersten mal in ihrem Leben, war es auf der richtigen Seite der Stadt.
Während sie die neuen Vorhänge im Wind beobachtete, packte sie ihre Tasche mit großer Leichtigkeit aus.
Wie wundervoll was es doch, einen eigenen Raum zu haben, die Schule würde anfangen, sie würde bald Freunde haben es würde Einladungen und Partys geben; sie war so glücklich: Dies war genau die Art, wie sie zu leben wünschte.
Am ersten Tag in der Schule lief alles großartig. Sie lernte neue Freunde kennen und hatte sogar schon eine Verabredung.
Sie dachte sich: "Ich möchte gern beliebt sein, und ich bin auf dem besten Wege dazu, denn ich habe so eben eine Verabredung mit dem Star der Schule getroffen." Um an dieser Schule "WER" zu sein, muss man sich durchsetzen und die Verabredung mit dem Anführer würde ihr sicher dazu verhelfen. Es gab nur ein Problem, das ihr Vorhaben verhindern könnte:
Ihre Eltern hatten gesagt, das sie noch zu jung für Rendevous sei.
"Nun gut, ich werde ihnen nur die halbe Wahrheit sagen, den Unterschied würden sie nicht merken, was gibt´s da zu verlieren?" Jenny fragt also, ob sie die Nacht bei ihren Freunden verbringen dürfte.
Ihre Eltern runzelten zwar die Stirn - sagten aber "In Ordnung".
Aufgeregt machte sie sich für das große Ereignis zurecht. Aber während sie so sinnlos umherhetzte, begann sie sich wegen all dieser Lügen schuldig zu fühlen. Aber was ist das alles gegen Pizza, Party und Mondscheintrip??? Nun gut, die Pizza war gut und die Party großartig, aber die Fahrt im Mondschein müsste wohl warten, weil Jeff zu diesem Zeitpunkt halb betrunken war. Aber er küsste sie und sagte ihr, dass er sich wohl fühle. Danach füllte sich der Raum mit Rauch und Jeff rauchte einen gewaltigen Zug. Jenny wollte nicht glauben, dass er dieses Zeug rauchte. Dann endlich war Jeff bereit aufzubrechen, aber erst nachdem er noch einen Joint geraucht hatte. Nicht bedenkend, dass Jeff zu betrunken zum fahren war, sprangen sie ins Auto

Auf zum Mondscheintrip!
Schließlich machten sie halt und Jeff fing an sie anzumachen. Ein...ist nicht gerade das, was Jenny überhaupt wollte. Vielleicht hatten meine Eltern doch recht, vielleicht bin ich wirklich zu jung meine Güte, wie konnte ich jemals so bescheuert sein? Mit all ihrer Kraft schubste sie Jeff weg. "Bitte bring mich nach Hause, ich möchte nicht hier bleiben."
Jeff startete den Motor und gab Gas. In Bruchteilen von Sekunden waren sie zu schnell. Jenny wusste, dass ihr Leben in Gefahr war, da Jeff in einem Anfall wilder Wut fuhr. Sie bat und bettelte, er möge langsamer fahren, aber als sie auf die Stadt zukamen, wurde er noch schneller.
"Lass mich nach Hause! Ich werde gestehen, dass ich log. Ich wollte wirklich nur eine Mondscheinfahrt." Dann ganz plötzlich sah sie einen großen Blitz. "Oh Gott, bitte hilf uns wir werden verunglücken. "An die Wucht des Aufpralls konnte sie sich nicht erinnern alles um sie herum wurde ganz plötzlich schwarz. Sie spürte wie sich jemand dem Durcheinander (Trümmern) näherte und hörte: "Ruft einen Krankenwagen diese Kids sind in Schwierigkeiten." Sie hörte Stimmen, besten falls Wortfetzen, aber sie wusste, das zwei Autos an dem Unfall beteiligt waren. Sie würde sich wundern, wenn Jeff in Ordnung wäre und wenn die Leute im anderen Auto noch leben würden. Sie erwachte im Krankenhaus umgeben von sehr traurigen Gesichtern. "Du warst in einem Wrack und es sieht gar nicht gut aus." Diese Stimmen hallten in ihrem Kopf wieder, als man ihr sanft klar machte, das Jeff tot sei. Sie sagten: "Jenny, wir haben getan, was wir konnten, aber es sieht ganz so aus, als ob wir dich auch verlieren würden. "Aber die Leute in dem anderen Auto?" schrie Jenny. "Wir bedauern Jenny, sie sind verstorben." Jenny betete "Gott vergib mir, was ich getan habe." Ich wollte nur eine Nacht lang Spaß haben. Sagen sie der Familie von den Leuten, dass ich ihr Leben ausgelöscht habe, und ich wünschte mir, ich könnte sie ihren Familien zurückgeben. Sagen sie Mama und Papa, dass es mir leid tut, gelogen zu haben, und das es meine Schuld ist, dass so viele gestorben sind.
Oh Schwester, wollen Sie es ihnen bitte von mir sagen? Aber die Schwester stand nur da - sie nickte nicht. Aber sie nahm Jennys Hand mit Tränen in den Augen und wenig später starb Jenny.
Einer fragte die Krankenschwester "Warum haben Sie nicht ihr bestes getan, um den Mädchen seine letzte Bitte zu erfüllen?" Sie sah den Mann mit ganz traurigen Augen an: "Weil die Leute in dem anderen Auto ihre Mama und ihr Papa waren."

Diese Geschichte ist traurig und unerfreulich, aber wahr. So sollten junge Leute sich in acht nehmen, denn es könnte sie selbst treffen.
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:23

Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an deine Worte. Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken. Und so trank ich keinen Alkohol.

Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie du es vorher gesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten.

Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und das du immer Recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg. Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich bald nach Hause kommen würde: auf grund deiner Erziehung so verantwortungsvoll und fein.

Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Strasse ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.

Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich die jenige, die dafür büßen muss. Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm doch schnell. Wie konnte mir das nur passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.

Rings herum ist alles voller Blut, Mami, dass meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe für mich gibt.

Ich wollte dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht.

Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken und ich werde sterben.

Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche, so stark.

Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm. Sag meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt: "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein.

Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man es ihm gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben.

Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich dich brauchte.

Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe: Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss?
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:24

Hundebabys zu verkaufen!!!

Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge und fragte, "Für wie viel verkaufen sie die Babys?" Der Besitzer meinte "zwischen 30 u. 50 Euro." Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Wechselgeld heraus. "Ich habe 2,37 Euro, kann ich mir sie anschauen?" Der Besitzer grinste und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäfts hinunter, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, ersichtlich weit hinter den Anderen. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. Er fragte, "was fehlt diesem kleinen Hund?" Der Mann erklärte, dass als der Kleine geboren wurde, der Tierarzt meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und wird für den Rest seines Lebens humpeln. Der kleine Junge, richtig aufgeregt, meinte, "den kleinen Hund möchte ich kaufen!" Der Mann antwortete, "nein, den kleinen Hund möchtest du nicht kaufen. Wenn Du ihn wirklich möchtest, dann schenke ich ihn Dir." Der kleine Junge war ganz durcheinander. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte: "Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Hunde und ich will für ihn den vollen Preis zahlen. Ich gebe ihnen jetzt die 2,37 Euro und 50Cents jeden Monat, bis ich ihn bezahlt habe. Der Mann entgegnete, "du musst diesen Hund wirklich nicht bezahlen, mein Sohn. Er wird niemals rennen, hüpfen und spielen können wie die anderen kleinen Hunde. Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf, und zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes, verkrüppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange. Er sah zu dem Mann hinauf und sagte, "Na ja, ich kann auch nicht so gut rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis für ihn hat.

Der Mann biss sich auf seine Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte, "Mein Sohn, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser kleinen Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird."

Im Leben kommt es nicht darauf an wer du bist; sondern dass jemand dich dafür schätzt, was du bist, dich akzeptiert und liebt!!!
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:24

Ich bin doch erst 17 Jahre !!!

Der Tag an dem ich starb war ein ganz normaler Schultag, ich wünschte mir so sehr, ich hätte doch den Bus genommen. Aber ich war zu cool für den Bus. Ich erinnere mich, wie ich meine Mama überredete, mir doch den Wagen zu geben.

Ich war freundlich
"grosse Ausnahme, Mama"
Alle anderen Kids fahren auch!" Als die 15:00 Uhr Klingel ertönte, warf ich alle meine Schulbücher in meinen Spind. Ich war frei! Frei bis 08:00 Uhr am nächsten Morgen! Ich rannte auf den Parkplatz, aufgeregt von dem Gedanken an das Fahren eines Autos und aufgeregt davon, mein eigener Chef zu sein!

Es spielte keine Rolle, wie der Unfall passierte. Ich war einfach dumm - fuhr zu schnell, versuchte Sachen mit dem Auto zu machen, alles auszuprobieren! Ich genoss meine Freiheit und hatte Spass. Das letzte, an das ich mich erinnern kann ist, dass ich an einer älteren Dame vorbeifuhr, die sehr langsam des Weges ging. Ich hörte einen ohrenbetäubenden Knall und bekam einen furchtbaren Ruck. Glas und Metall flogen überall umher! Mein ganzer Körper schien sich von innen nach aussen umzudrehen! Ich hörte mich selbst schreien. Plötzlich wachte ich auf; es war sehr still. Ein Polizist stand über mir. Dann sah ich den Doktor. Mein Körper war übel zugerichtet. Ich war voller Blut. Stücke von scharfzackigem Glas steckten überall in meinem Körper. Komisch ich fühlte keine Schmerzen!

Hey, nicht das Tuch über meinen Kopf ziehen ich kann nicht tot sein. Ich bin doch erst siebzehn! Ich habe heute Abend eine Verabredung! Ich stelle mir vor, ich stehe nun auf und genieße weiter mein bisher wundervolles Leben. Ich lebe sicher noch - ich kann doch nicht tot sein! Später trugen sie mich in einen Sarg. Meine Leute mussten mich identifizieren. Warum mussten sie mich in diesem Zustand sehen? Warum musste ich in Mamas Augen sehen im schwersten Moment ihres Lebens? Papa sah plötzlich aus wie ein uralter Mann!
Papa sagt zu dem Angestellten in der Leichenhalle: "Ja, er ist mein Sohn!"
Das Begräbnis war eine seltsame Erfahrung! Ich kann alle meine Freunde und Bekannte hinter dem Sarg laufen sehen. Sie gingen an mir vorbei, einer nach dem anderen sie sahen zu mir herüber mit dem traurigsten Augen, die ich je gesehen habe. Einige meiner Freunde weinten. Ein paar Mädchen berührten meine Hand und schluchzten, als sie weitergingen.
Bitte - irgend wer - weck` mich auf! Lass mich hier raus! Ich kann es nicht ertragen, meine Eltern so zerbrochen zu sehen. Meine Großeltern quälen sich mit dem Kummer, dass sie kaum mehr laufen können. Meine Brüder und Schwestern sehen aus wie lebende Tote. Sie bewegen sich wie Roboter. Jeder ist wie betäubt. Niemand kann glauben, was passiert ist und ich kann es genauso wenig begreifen.
Bitte, bitte begrabt mich nicht. Ich habe noch so viel zu tun. Ich will noch singen und tanzen können. Bitte, bring mich nicht nach unten. Gott, falls du mir noch eine Chance gibst, ich verspreche dir, ich werde der vorsichtigste Fahrer auf der ganzen Welt sein. Alles was ich will ist eine Chance!

Bitte Gott, ich bin doch erst siebzehn!
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:25

Jack

Jack schaute kurz noch einmal auf seinen Tacho, bevor er langsamer wurde : 73 in einer 50er Zone. Das vierte mal in gleicher Anzahl von Monaten. Wie konnte ein Typ denn so oft erwischt werden? Als er sein Auto auf 10 km/h ab bremste, fuhr Jack rechts ran. Lass den Polizistendoch wieder einmal herum moppern über seinen Fahrstil. Vielleicht würde ein noch schnellerer Autofahrer an ihnen vorbei flitzen, an dem der Bulle mehr Interesse hätte. Der Polizist stieg aus seinem Auto aus, mit einem dicken Notizbuch in der Hand. Bob? Bob aus der Kirche? Jack sank tiefer in seinen Sitz. Das war nun schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle erwischt einen Typen aus seiner eigenen Kirche. Ein Typ der etwas angespannt war, nach einem langen Tag im Büro. Einen Typen der morgen Golf spielen wollte. Als er aus seinem Auto sprang, erblickte er den Typen, den er jeden Sonntag in der Kirche sah. Er hatte den Mann noch nie in Uniform gesehen. Hi Bob, komisch, dass wir uns so wieder sehen !" "Hallo Jack." Kein Lächeln.

"Ich sehe du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen." "Ja, so ist das." Bob schien unsicher zu sein. Gut. "Ich bin die Tage erst sehr spät aus dem Büro gekommen. Ich denke auch das ich die Verkehrsregeln nun mehr als einmal gebrochen habe." Jack schoss einen Kieselstein an die Bordsteinkante. "Diane erwähnte etwas von Roastbeef und Kartoffeln heute Abend. Verstehst du, was ich meine ?" "Ich weiß, was du meinst. Ich weiß auch, dass du ein Gesetz soeben gebrochen hast." Aua. Dies geht in die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ändern. "Bei wieviel hast du mich erwischt?" "Siebzig. Würdest du dich bitte wieder in dein Auto setzen?" "Ach Bob, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort gecheckt, als ich dich gesehen habe! Ich habe mich auf 65 km/h geschätzt!" Er konnte mit jedem Strafzettel besser lügen. "Bitte Jack, setz dich wieder in dein Auto." Genervt quetschte Jack sich durch die noch immer offene Türe. Ein Knall. Türe zu.

Er starrte auf sein Armaturenbrett. Bob war fleißig am Schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte Bob nicht Führerschein und Papiere sehen? Was auch immer der Grund war, es würde einen Monat an Sonntagen vergehen, bis er sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde. Bob klopfte an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand. Jack öffnete das Fenster, maximal 5cm, gerade genug, um den Zettel an sich zu nehmen. Bob gab ihm den Zettel durch. "Danke." Jack konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten. Bob setzte sich wieder ins Auto ohne ein Wort zu verlieren. Jack wartete und schaute durch seinen Spiegel zu. Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihn dieser Spaß wieder kosten? Hey! Warte mal! War das ein Witz? Dies war keinStrafzettel. Jack las :

"Lieber Jack, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie sechs Jahre alt war, starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten -der Typ ist zu schnell gefahren. Einen Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der Mann war wieder frei. Frei um seine Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Alle drei konnte er wieder lieb haben.

Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen, bis ich in denHimmel komme, bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann. Tausend Mal habe ich versucht diesem Mann zu vergeben. Tausend Mal habe ich gedacht ich hätte es geschafft. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte vorsichtig Jack. Mein Sohn ist alles was ich noch habe. Gruß -Bob" Jack drehte sich um und sah Bobs Auto wegfahren. Er fuhr die Straße wieder runter. Jack schaute bis er nicht mehr zu sehen war. Ganze 15 Minuten später drehte er um und fuhr langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung und zu Hause angekommen nahm er seine überraschte Frau und Kinder in den Arm und drückte sie ganz fest. Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt. Wie oft ist man in Eile? Wie oft vergisst man auch in einem Wohngebiet einmal auf das Tacho zu sehen? Ist es nicht so, dass man für ein Tier am Straßenrand bremst und bei Kindern immer denkt, sie wären schon so vernünftig stehen zu bleiben?
Zuletzt geändert von salech am 05.01.2009 14:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:25

Eine kleine Geschichte von der Traurigkeit

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei einer zusammen gekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin dieTraurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.

"Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.

"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."

"Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"

"Ich... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch,was dich bedrückt."

Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.

"Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung; unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."

Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wider auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zu lässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer der Bitterkeit zu."

Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.

"Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin.

"Aber... aber - wer bist eigentlich du?"

"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:26

Wie konntest du nur ?

Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Albereien und brachte Dich zum Lachen.
Du nanntest mich Dein Kind, und trotz einer Anzahl durch gekauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich Dein bester Freund.
Immer wenn ich "böse" war, erhobst Du Deinen Finger und fragtest mich "Wie konntest Du nur?" - aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf den Rücken, um mir den Bauch zu kraulen.

Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein bißchen länger als erwartet, denn Du warst furchtbar beschäftigt, aber zusammen bekamen wir das in den Griff.
Ich erinnere mich an jene Nächte, in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das Leben könnte nicht schöner sein. Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für Hunde", sagtest Du), und ich döste stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete.

Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen - und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen. Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du heim kamst und als Du Dich verliebtest.
Sie, jetzt Deine Frau, ist kein "Hundemensch" -trotzdem hieß ich sie in unserem Heim willkommen, versuchte ihr meine Zuneigung zu zeigen und gehorchte ihr. Ich war glücklich, weil Du glücklich warst. Dann kamen die Menschenbabies, und ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern. Nur daß Du und Deine Frau Angst hattet, ich könnte ihnen weh tun, und so verbrachte ich die meiste Zeit verbannt in einem anderen Zimmer oder in meiner Hütte.
Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber ich wurde zu einem "Gefangenen der Liebe".
Als sie aber größer waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten sich in meinem Fell fest, zogen sich daran hoch auf wackligen Beinchen, pieksten ihre Finger in meine Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase.
Ich liebte alles an ihnen und ihre Berührung - denn Deine Berührung war jetzt so selten geworden - und ich hätte sie mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig gewesen wäre. Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen zu, und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens in der Auffahrt.

Es gab einmal eine Zeit, da zogst du auf die Frage, ob Du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich. In den letzten Jahren hast Du nur noch mit "Ja" geantwortet und das Thema gewechselt. Ich hatte mich von "Deinem Hund" in "nur einen Hund" verwandelt, und jede Ausgabe für mich wurde Dir zum Dorn im Auge. Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt, und Du und sie werdet in eine Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du hast die richtige Wahl für "Deine" Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit, da war ich Deine einzige Familie.

Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus und sagtest "Ich weiß, Sie werden ein gutes Zuhause für sie finden". Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren" Jahren erwartet - auch mit "Stammbaum". Du mußtest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie "Nein,Papa, bitte! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über Respekt vor allem Leben. Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen.

Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewußtund nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten "Wie konntest Du nur?." Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren. Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, so bald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du - daß Du Deine Meinung geändert hättest - daß all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei... oder ich hoffte, daß es zumindest jemand wäre, der Interesse an mir hätte und mich retten könnte. Als ich einsah, daß ich nichts aufzubieten hatte gegen das vergnügte Um - Aufmerksamkeit - Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete.

Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zuholen, und trottete hinter ihr her den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum. Ein angenehm ruhiger Raum. Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen. Meiner Natur gemäß war ich aber eher um sie besorgt. Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange floß. Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte. Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich fühlte und spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte "Wie konntest Du nur?" Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb "Es tut mir ja so leid". Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen, daß ich bald an einem besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch mißbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich alleine gestellt wäre - einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als dieser irdischeOrt. Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen zu geben, daß mein "Wie konntest Du nur?" nicht ihr galt. Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte. Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten.

Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:26

Kampfhunde? Fragen Sie BILD!

Kürzlich speiste ich in einem Restaurant, in dem mir der Kellner den Platz an einem Tisch zuwies, an dem ein Herr mittleren Alters die BILD - Zeitung vom 19.03.2002 las.

Ich grüßte ihn und freute mich, daß er meinen Gruß hinter der Zeitung erwiderte. Vermutlich war er auch noch kurzsichtig, weil er BILD so nah vor seine Augen hielt, daß ich Teile davon auf der ihm abgewandten Seite lesen konnte, darunter: "25 wilde Bestien inStuttgart". Hierauf Bezug nehmend fragte ich mein Gegenüber, ob er in Stuttgart lebte. Er verneinte dies, was mich veranlasste, ihn zu fragen, ob ihn der Artikel beunruhigen würde, wenn er in Stuttgart leben würde, weil hier Bestien herumlaufen und diese womöglich bald auch in dem Restaurant, in dem wir uns gerade befänden.

Darauf gab er mir die Seite 5 mit den Worten, ihn interessierten keine Bestien, sondern sein Abendessen, ich könnte den Rest gerne auch noch lesen und die Seite 5 behalten.
Dieser entnahm ich, daß in Stuttgart 250 Listenhunde frei herumlaufen, deren "Wesen" wegen Personalmangel noch immer nicht getestet werden konnte, und weil 10% aller getesteten Hunde den Test nicht bestehen würden und 10% von 250 Hunden 25 sind, seien dies 25 Bestien. Meine Rückfrage, ob man bei BILD eventuell verrückt geworden sei, weil 10% von 250 Hunden zwar 25 Hunde seien, aber keine 25 Bestien, wurde dort, wie anderes auch, mal wieder nicht verstanden. Meinem Brief folgte dann noch ein äußerst dämlicher Anruf der für den Artikel zuständigen Redakteurin. Danach stand bei mir fest:

Ein Volk bekommt nicht nur die Politiker, sondern auch die Zeitung, die es verdient.

Nach dieser Erkenntnis habe ich beschlossen, meine Wohnung nicht mehr zu verlassen, um der Gefahr von BILDung zu entgehen. Dann schon lieber "Bestien"!
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:27

Warum sind wir bloß immer so mißtrauisch?

So langsam habe ich das Gefühl, daß wir der Futtermittelindustrie Unrecht antun.

Wir zweifeln an der Qualität des Hundefutters, wir bezweifeln die Angaben über die verwendeten Rohstoffe, und wir sind uns nicht einmal sicher, ob wirklich Huhn im Futter ist, wenn es auf der Verpackung steht.

Da muß ich aber die Hundefutter - Hersteller in Schutz nehmen. Wenn auf der Verpackung "Huhn" steht, ist auch Huhn drin. Garantiert! Vielleicht ist es Neid, vielleicht liegt es aber auch an unserem menschlichen Naturell - wenn jemand plötzlich reich wird, oder große Gewinne erzielt, denken wir sofort, daß er krumme Geschäfte macht.

Dem ist aber nicht so.

Früher lebte in Böhmen ein Schlachter, der auch in kurzer Zeit große Reichtümer erlangte. Aus einer kleinen Schlachterei wurde plötzlich ein großes Unternehmen mit vielen Angestellten.

Einmal traf dieser Schlachter einen alten Freund, der auch eine Schlachterei betrieb, dem es aber überhaupt nicht gut ging. Natürlich wollte der arme Kerl wissen, wie das sein Kollege gemacht hat, daß er in so kurzer Zeit so reich wurde. " Es ist ganz einfach ", sprach der reiche Schlachter, "ich stelle Nachtigallen - Salami her".

"So viele Nachtigallen gibt es gar nicht, daß Du daraus Salami herstellen kannst", meinte sein armer Freund.

"Weiß Du was - wir waren immer gute Freunde, also verrate ich Dir, wie ich das mache. Ich mische Pferdefleisch darunter".

"Eine tolle Idee", frohlockte der arme Freund. "und in welchem Verhältnis machst Du die Mischung?"

"Eins zu eins", lüftete der Reiche sein Geheimnis. Ein Pferd und eine Nachtigall".

Seien Sie also bitte nicht immer so mißtrauisch! Wenn sie mal Hundefutter kaufen und auf der Verpackung steht "Happy mit Huhn" -verlassen Sie sich darauf, daß auch Huhn drin ist.
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:27

Ich bin ein Berliner. (J.F. Kennedy)
Und ich bin ein Proctologe! (S.J. Straka)


Für alle, die es nicht wissen:

Ein Proctoscop ist ein endoskopisches Gerät, welches es uns ermöglicht, die letzten Zentimeter unseres Darms zu erforschen. Dem zufolge ist Proctologie eine Wissenschaft, die sich mit den winzigen 9 - 12 Zentimeter unseres Enddarmes beschäftigt.

Proctologen sind also Wissenschaftler, für die es nichts schöneres und nichts interessanteres gibt, als eben dieses Stückchen Darm. Sich mit Intestinum Rectum, volkstümlich Rectum, oder noch verständlicher, sich mit Arschlöchern zu befassen, ist sozusagen der tiefere Sinn eines jeden Proctologen.

Bis vor etwa eineinhalb Jahren war ich ein völlig normaler Bürger. Ich ging meiner Arbeit und meinen Hobby's nach, ich ging mit meiner Frau und meinem Hund spazieren, ich trennte brav Hausmüll, Gartenabfalle, Plastik und Pappe, abends schaute ich mir die Tageschau und den anschließenden Krimi an, zu Weihnachten besuchte ich die Kirche, und einmal in vier Jahren ging ich zur Wahl.

Seit dem Erlass der neuen Landeshundeverordnung ist alles anders geworden. Ich schreibe an Behörden, an Ministerien und an Staatsanwaltschaften, korrespondiere mit dem größten Zeitungsverlagen und schreibe persönlich Briefe an Politiker.

Sogar Frau Ministerin Bärbel Höhn habe ich des öfteren geschrieben.

So wurde ich zu dem was ich bin. Zum Proctologen.
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:28

Das Märchen von der Germanischen Göttin, Bärbel der Höhnischen.

Es war ein Tag, wie alle anderen. Das Volk des Landes Germania ging seiner gewöhnten Arbeit nach.

Die Bewohner der benachbarten Städtchen Sorom und Goromah, die ihre Arbeit bereits verrichtet haben frohnten ihren Hobbys und frohlockten: "Oooo wie schön ist das Leben mit Fussball." Die anderen riefen: "Oooo wie schön ist das Leben mit Briefmarken Sammeln."

Jeder lobte das Leben und die Freuden, mit denen er sich nachgetaner Arbeit das Dasein versüßte. Es war auch ein alter Mann unter denen, die ihren Dank gen Himmel ausriefen und dieser Mann rief: "Oooo wie schön ist das Leben mit meinem Hund." Eines Tages, wenn der alte Mann wieder zum Himmel rief wie schön das Leben mit seinem Hund ist, donnerte es plötzlich am Himmel des Landes Germania.

Die Sonne verschwand hinter einer schwarzen Wolke und es erschien für alle Bürger des Landes sichtbar, die Gestallt der Großen Göttin, die das Volk, die Höhnische Bärbel nannte. Das Volk schaute beängstigt zum Himmel hoch und hörte die furchterregende Stimme der Göttin, von der alle wussten, daß sie Hunde nicht mag. "Das Klagegeschrei wider Germania ist groß; ihre Sünde ist überaus schwer. Ich muss zur Erde hinabsteigen, um zu sehen, ob das Geschrei, das zu mir drängt, der Wahrheit entspricht und berechtigt ist".

Weil die Göttin aber Hunde nicht mochte, bemühte sie sich erst garnicht auf die Erde hinabzusteigen und verkündete weiter.: "Die Schuldderer, die sich versündigt haben gegen die Gesetze die ich verkündet habe, und die trotz meiner Abneigung gegen diese widerliche, kläffende und beißende Bestien sich solche immer noch halten ist dermaßen groß, daß ich mich entschlossen habe, sie alle, samt ihrer Hunde zu vernichten.

Da verstummte die Stimme des Mannes, der eben noch "Oooo wie schön das Leben mit meinem Hund ist" rief. Er fiel auf die Kniehen und flehte verzweifelt in die Richtung, aus der die gewaltige Stimme der Göttin kam: Willst Du wirklich alle Frevler und alle Frommen, sowie ihre Hunde ohne Rücksicht darauf, ob sie bissig oder lieb sind vernichten ?

Vielleicht ist ein Frommer dabei, der einen lieben und friedlichen Hund hat. Willst Du sie dennoch alle vernichten? Wenn Du alle, die liebe und die bissige Hunde haben vernichtest, dann müsste der liebe Hund, den bissigen gleich sein. Das sei doch ferne von Dir! Muss nicht des ganzen Landes Germania Richterin das tun, was Recht ist?"

Da antwortete die Göttin Höhnische Bärbel: "Wenn Du innerhalb des Landes Germania, einen einzigen Frommen der einem gut erzogenen Hund hat vorfindest, will ich allen anderen verzeihen und sie alle zu verschonen." Da hob der alte Mann seinen Hund hoch und sprach.:

"Hier! Hier steht ein Frommer mit seinem Hund, der noch nie gebissen hat. Nichtmal geknurrt hat er, und Dir ist es beliebt, meine Worte zu Prüfen." "Es mag sein, daß Du die Wahrheit sagst, aber es reicht mir nicht. Zehn Fromme und zehn liebe Hunde musst Du mir vorzeigen, und erst dann will ich allen anderen verzeihen und sie verschonen," drohnte die Stimme der Göttin in den Ohren des unbescholtenen Mannes.

Am Nächsten Tag, brachte der alte Mann zehn fromme Bürger mit ihren lieben Hunden, an die stelle, an der er Tag vorher mit der Göttin sprach. "Hier meine Göttin! Hier habe ich Dir zehn fromme und unbescholtene Bürger mit ihren lieben Hunden gebracht . Willst Du immer noch alle vernichten ?"

Der Himmel öffnete sich und die Stimme der Göttin verkündete den folgenden Wunsch.: "Gut, Du hast mir zehn fromme und unbescholtene Bürger samt ihren lieben Hunde gebracht. Aber vielleicht sind die anderen Hunde bissig. Daher vernichte sie alle. Wenn Du mir aber hundert fromme, mit ihren lieben Hunden bringst, will ich auch alle anderen verschonen." Der alte Mann brachte am nächsten Tag an die selbe Stelle hundert Fromme, mit Hundert lieben Hunden, und rief gen Himmel.:

"Ooo Du Gerechte! Hier bringe ich Dir hundert Fromme mit hundert Hunden, die noch nie jemanden ein Haar gekrümmt haben, und die es auch nie tun werden, denn mit viel Liebe und Geduld haben ihre Halter sie erzogen." Auch jetzt öffnete sich der Himmel und die zornige Stimme der Göttin sprach zu dem alten Mann.:

"Was ist schon hundert Fromme und hundert liebe Hunde? Tausend solche musst Du mir schon bringen und dann will ich gnädig sein." Amnächsten Tag standen tausend fromme Bürger mit tausend lieben Hunden wieder an der Stelle, an der vor ihnen schon so viel Fromme standen. "Ooo du Hönische Bärbel! Zürne bitte nicht, daß ich Dich wieder belästigen muss. Hier habe ich Dir tausend fromme Bürger mit tausend lieben Hunden gebracht. Willst Du jetzt angesichts dieser vielen Frommen mit tausend lieben Hunden jetzt alle verschonen?" Der Himmel verdunkelte sich. Blitz und Donner erschütterte die Erde und der Alte Mann mit tausend Frommen Bürgern, die sich hier versammelt haben, hörten die gewaltige Stimme der Göttin.:

"Hei alter Mann! Weist du, daß du mir mit deinen Frommen und deren Hunden ganz gewaltig auf die Nerven gehst? Du kannst mir so viel Fromme und so viel liebe Hunde bringen, mein Entschluss steht fest. Ich sah in einer fernen Stadt, daß ein Hund gebissen hat. Ich sah, daß der Mann, dem diese Bestie gehörte nichts getan hat um es zu verhindern. Wer garantiert mir, daß es unter den vielen Hunden nicht noch so einer ist? Und deshalb vernichte ich sie vorsichtshalber alle. Die Göttin stieg vom Himmel auf die Erde herab, um alle Frommen und ihre Hunde zu vernichten. Sie ließ die Erde beben, den Regen auf die Erde prasseln und ging von Haus zu Haus um die Hunde zu finden und sie zu vernichten.

Als sie in den Keller eines Hauses herabstieg, um ihn nach versteckten Hunden zu untersuchen, erzitterte die Erde, das Haus brach zusammen und begrub die Höhnische Bärbel unter sich. Wie sie da so lag, eingeklemmt zwischen den Balken und Brettern, musste sie feststellen, daß ihre Göttliche Macht doch nicht so groß ist, wie sie es immer dachte. Sie fluchte, sie drohte und sie jammerte, aber nichts half. Die Balken gaben nicht ein bisschen nach. Auch das atmen wurde ihr immer schwerer und schwerer. Als sie schon dachte, daß ihr Ende sehr nah ist, vernahm sie plötzlich ungewöhnliche Geräusche über sich. Auch das atmenfiel ihr nun bedeutend leichter. Die Geräusche wurden immer lauter und lauter. Ein Lichtstrahl fiel in die Enge unter den Balken und jetzt hörte sie Stimmen, die laut schriehen.:

"Hier ist sie! Er hat sie gefunden." Die Höhnische Bärbel fühlte einen warmen Atem in ihren Gesicht. Sie öffnete die Augen und sah einen weisen Hund vor sich, der mit einer roten Jacke mit der Aufschrift "Hunde - Rettungsstaffel" bekleidet war. "Ich bin frei! Ich bin frei!" rief die Göttin, die keine Göttin war.

"Trrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr" Ich stellte den Wecker ab, wischte mir den Schweiß von der Stirn und sagte meiner Frau, die besorgt sah, wie ich am ganzen Körper zitterte. "Ach war das ein Traum! Er hat sie aber nicht wirklich gerettet. Es war Gott sei Dank nur ein Traum.
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:29

Traum eines Hundelebens

I.

„Lucky” lebte wie Millionen anderer Vierbeiner in einer Familie. Genauer gesagt, früher - als er noch ein Welpe war - da war es noch eine richtige Familie - so mit Mama, Papa und mit Tim, seinem besten Freund.

Sein Freund ist Tim auch heute noch! Wenn er doch bloß wieder mehr Zeit für ihn hätte. Denn seit Mama und Tim alleine leben, ist nichts mehr so wie es mal war. Mama geht schon morgens aus dem Haus, um Geld zu verdienen, wie sie sagt, damit Tim und er auch immer etwas zu futtern haben. Tim, ja der geht morgens auch früh weg. In die Schule. Er muß eine Menge lernen, damit er später auch einmal viel Geld verdienen kann. Nachmittags muß er seine Hausaufgaben machen, danach die Wohnung aufräumen und einkaufen. Abends geht er dann zum Fußballspielen oder zu seinen Freunden. Da bleibt für „Lucky” kaumZeit.

Einmal war Tim krank. Er war so krank, daß Mama ihn in ein Haus brachte, wo ganz viele Kranke waren. Mama weinte und war ganz durcheinander. Lucky ging zu ihr und leckte ihr die Hand. Aber Mama schien es gar nicht zu bemerken. Sie murmelte vor sich hin: ”Wenn Tim morgen operiert wird, dann bringe ich ihm noch heute das Plüschschweinchen vorbei, welches ich gestern im Kaufhaus gesehen habe. Es soll sein Glückschweinchen sein und ihm im Leben als Talisman viel Glück bringen”. Lucky verstand von alledem nichts und ging traurig in sein Körbchen, weil Mama - ohne eines Blickes ihn zu würdigen -fortging, um das Schweinchen zu kaufen.

II.

So vergingen die Tage und „Lucky” war nun noch mehr allein. Ab und zu ging er mal in den Garten, um zu sehen, was so auf der Straße los war. Seine Hundefreunde kamen mit ihren Herrchen und Frauchen vorbei auf dem Weg zum Park, wo sie früher alle gemeinsam stundenlang gespielt hatten. Ach wie gerne wäre er mit ihnen gegangen! Und so schaute er sehnsüchtig hinter den anderen her und kratzte aus Langeweile Löcher in den Boden. Das eine Loch, ganz nah am Zaun war bald so groß, daß er schon ganz leicht den Kopf unter den Latten durch stecken konnte. Von hier aus konnte er ohne Mühe die Straße entlang bis zum Park schauen, wo er auf der Wiese seine Freunde toben sah.

Und dann, oh welches Glück kam Tim - sein Freund Tim - endllich wieder nach Hause. Wie hatte „Lucky” sich auf diesen Moment gefreut. Tim sah auch wieder ganz gesund aus und unterm Arm trug er sein Glückschwein. Doch schon sehr bald bemerkte „Lucky”, daß Tim ihn garnicht mehr beachtete. Stundenlang saß Tim am Fenster, lächelte vor sich hin während er hinausschaute und streichelte dabei sein Glückschein, welches er immer mit sich herum trug. „Lucky” war verzweifelt, denn auch Mama kümmerte sich nicht mehr um ihn, sondern nur noch um Tim. Manchmal vergaß sie sogar, sein Futter hinzustellen.

So überlegte „Lucky”, wie er es wohl anstellen könnte, daß alles wieder so würde wie früher, wo alle ihn lieb hatten, mit ihm spielten und schmusten. .....Und dann, dann hatte er die Idee!

Tim war doch glücklich, wenn er stundenlang zum Fenster hinaus schaute weil er dabei lächelte. Denn wer lächelt der freut sich und wer sich freut, der ist auch glücklich. Das wußte er ganz genau, denn wenn er früher zwischen seinen Menschen über die Wiese tobte und dabei vor lauter Übermut mit allen Vieren gleichzeitig hin und her hopste, dann lachten sie alle und waren glücklich.......und er war auch glücklich, weil seine Familie es war!

Ganz einfach wäre das Problem zu lösen, dachte „Lucky”, wenn er doch auch ein Glückschwein wäre, dann würde Tim ihn in den Arm nehmen und streicheln. Er wäre bei seinem Freund und sie wären glücklich !Beide!

III.

Da fiel ihm ein, daß Mama im Schrank so einen alten rosé - farbenen Pullover mit Kapuze hatte. Am nächsten Tag, als Mama gerade zum Einkaufen gegangen war und Tim wieder einmal lächelnd zum Fenster hinausschaute, schlich er sich in Mama´s Schlafzimmer. Zum Glück war die Schranktür nur angelehnt, so daß es ein Leichtes für ihn war, sie aufzudrücken. Nach kurzem Suchen fand er den Pullover. Er lag zusammengefaltet ganz unten im Schrank. So konnte „Lucky” ihn mit spitzen Zähnen herauszuziehen. Dann legte er ihn glatt auf den Boden und kroch auf dem Bauch an ihn heran. Mit spitzer Schnauze hob er das Bündchen hoch und so schaffte er es schließlich nach ein paar vergeblichen Versuchen, sich in den rosé - farbenen Pullover hinein zu robben. Die Vorderpfoten steckte er rechts und links in die Ärmel und schüttelte sich einmal kräftig, damit die Kapuze auch über seinen Kopf fiel. So schaute er sich prüfend in Mama´s Spiegel an und gefiel sich schon ganz prima. Die Ärmel waren wohl ein wenig lang aber der Pullover reichte bis zur seinem Stummelschwanz und die Kapuze war so groß, daß er gerade noch mit seinen Augen drunter durch schauen konnte. Aber irgend etwas fehlte noch! ..... Ja richtig, eine schöne rosane Schweineschnauze würde ihm gut zu Gesicht stehen. Und da fiel es ihm auch schon ein, daß Mama gerade gestern erst so einen neuen schönen runden Schwamm gekauft hatte. Und der war? .....richtig! Rosa!

In rasantem Tempo konnte der kleine Junge, wenn er denn gerade nicht lächelnd mit seinem Glückschwein auf dem Schoß aus dem Fenster geschaut hätte, eine rosane Gestalt durch den Flur ins Bad huschen sehen. „Lucky”schnappte sich den Schwamm und knabberte mit seinen Zähnen zwei Löcher hinein. Den Schwamm in der Schnauze huschte er wieder zurück in Mama´s Schlafzimmer, um sich nun im Spiegel zu betrachten. Perfekt dachte er, und war glücklich, denn er gefiel sich in seinem neuen Kostüm saumäßig gut.

IV.

Da Tim immer noch an seinem Platz saß und Mama auch noch nicht zu Hause war, dachte sich „Lucky”, er wolle die Zeit nutzen und einen kleinen Ausflug machen, um zu überprüfen, ob sein Kostüm tatsächlich so gut war, daß die Leute ihn für ein Glückschwein halten würden. So verschwand er ungesehen durch den Garten unter dem Zaun hindurch. Er wußte, wenn dieses Experiment klappte, dann würde er ab sofort als Glückschwein immer bei seinem Freund Tim sein können und gestreichelt werden. Bei diesem Gedanken spürte er in sich ein unendliches Gefühl des Glücks .

Was er jedoch nicht wußte: Im ganzen Land war seit einigen Monaten in den Zeitungen, im Fernsehen und auch im Radio immer wieder die Rede von ein paar Rosahunden, die Menschen und auch Hunde gebissen, verletzt ja sogar getötet haben sollten. Dazu wurden im schönsten Rosa diese Hunde in überdimensionalen Fotos gezeigt. Die Bilder von gähnenden Hunden, bei denen man eindrucksvoll Rachen und Zähne sehen konnten wie auch die Überschriften glichen sich landauf, landab. Es war die Rede von der rosanen Gefahr und daß die Menschen vor der dieser Rasse von Killerhunden geschützt werden müßten.

Aber von all dem ahnte „Lucky” als ganz normaler Familienhund nichts, als er frohgemut in seinem Glückschwein - Kostüm auf die Straße trat. Er trottete zunächst ganz gemächlich in Richtung Park, um seine Freunde zu besuchen.

V.

Es waren auch tatsächlich einige da, die ihn zunächst recht mißtrauisch betrachteten. Da „Lucky” nach Schweineart zur Begrüßung in den höchsten Tönen quiekte, waren die anderen Vierbeiner äußerst verwirrt. Sie zogen sich etwas zurück und beratschlagten, was sie denn davon halten sollten. Einer meinte, das müsse wohl eine neue Schweinerasse sein: „Recht klein und mager mit Stummel- statt Ringelschwanz, aber die Farbe stimmt und quieken tut es auch! Vielleicht können wir mit ihm ein wenig spielen!”

So rannten die Hundefreunde auf den neuen Spielgefährten zu, um ihn zum Spaß ein wenig vor sich herzutreiben. „Lucky”, der das Hundeknäuel auf sich zufliegen sah, erschrak ganz fürchterlich. Vor lauter Angst überrannt zu werden und beim Toben sein Kostüm zu verlieren, rannte er so schnell er konnte weg, denn er wollte sein Geheimnis ja schließlich nicht verraten. Er lief immer schneller und erleichtert konnte er nach einer Weile feststellen, daß seine Hundefreunde in dieser Geschwindigkeit nicht mithalten konnten und nicht mehr zu sehen waren.

VI.

Laut hechelnd saß er auf dem Bürgersteig und schaute sich um. Inseiner Eile hatte er gar nicht bemerkt, daß er in Richtung Innenstadtgelaufen war und mit Schrecken stellte er fest, daß er er beim Rennen -weil er ja schließlich auch mal Luft holen mußte - seine schöne rosaneSchwamm-Schweine-Schnauze verloren hatte.

Auch hatte er völlig die Orientierung verloren. Hier in der Gegend war er in seinem ganzen Leben noch nicht gewesen. Es blieb ihm wohl nichts anderes übrig als irgend wie den Weg nach Hause zu finden. Vielleicht könnte er ja unterwegs mit einem hundefreundlichen Menschen in Kontakt treten. Wenn der die Telefon - Nummer an seinem Halsband sah, dann würde er bestimmt Zuhause anrufen und Mama würde ihn abholen. Und plötzlich sehnte er sich ganz doll nach seiner Familie und dem Körbchen mit seiner Decke. Auch fiel ihm ein, daß es heute abend noch etwas besonders Gutes zum Abend - Fresschen geben sollte.

So kam es, daß „Lucky” in seinem Glückschwein - Kostüm den Weg durch die belebte Innenstandt nach Hause suchte. Sehr bald jedoch wunderte er sich über das eigenartige Verhalten der Menschen.

VII.

Alle die ihm entgegen kamen, hatten Schreck geweitete Augen, ruderten hektisch mit den Armen und rannten eiligst hinüber auf die andere Straßenseite oder um die nächste Häuserecke. Gerade kam eine Frau mit Kinderwagen genau auf ihn zu. Sie war mit ihrem Baby beschäftigt und hatte ihn wohl nicht bemerkt. Aus einem Fenster über ihr schrie eine hysterische Stimme: „Vorsicht! Schnell, schnell! Da kommt eine von diesen Bestien! Ein Rosahund! Die junge Frau wurde leichenblaß, rieß ihr Baby aus dem Wagen und verschwand mit einem Satz im nächsten Hausflur.

„Lucky”, der vertrauensvoll und freundlich - mit seinem Stummelschwanz heftig wedelnd - auf die Frau zugelaufen war, erschrak ganz gewaltig, als die schwere Haustür mit einem „Rumms” ihm genau vor der Nase zu geknallt wurde. Ratlos stand er da und wußte gar nicht, waser davon halten sollte, hatte er doch nur die Frau mit dem süßen kleinen Baby begrüßen wollen.

Während er noch so überlegte, wie er denn jetzt nach Hause kommen sollte - langsam bekam er Hunger - kamen von hinten ein paar Jugendliche, die von der anderen Straßenseite die Flucht der jungen Frau beobachtet hatten, langsam herüber. Die Gesichter der Jungs schauten nicht gerade freundlich aus, als „Lucky” sich zu ihnen umdrehte. Wenn nicht sein Hunger schon recht quälend gewesen wäre, hätte er um die drei Gestalten einen Bogen gemacht, aber so dachte er, vielleicht wissen sie, wie ich Nachhause komme oder haben wenigstens ein Würstchen für mich.

VIII.

So ging er zwar zögernd aber freundlich wedelnd auf die Gruppe zu und erschrak sich fast zu Tode, als ihn ganz unvermittelt ein Stein am Kopf traf. Für einen Moment wurde ihm ganz schwindelig und als er sich eine Sekunde später wieder aufgerappelt hatte, sah er die drei schon über sich. Ehe er noch klar denken konnte, erhielt er von einem Knüppel einen derartigen Schlag auf den Rücken, daß er unter dem Schmerz zusammenbrach.

Die Jugendlichen schrien und grölten: ”Diese Rosahund - Bestien müssen vernichtet werden. Das Volk muß vor diesen Killermaschinen geschützt werden. Die müssen endlich vernichtet werden!” Einer aus der Gruppe, der zufällig einen Benzinkanister bei sich trug, hatte die zündende Idee: „Hey Leute ist es nicht schon ganz schön dunkel geworden, sollten wir die Straße für die Leute die alle an den Fenstern stehen nicht ein bißchen besser erleuchten?” Mit diesen Worten öffnete er den Kanister. Ein wenig von der übel riechenden Flüssigkeit tropfte auf das Glückschwein - Kostüm von „Lucky”der immer noch auf dem Boden lag und vor Schmerzen wimmerte. Dieser ekelhafte Gestank ließ ihn seine letzte Kraft zusammennehmen. Mit einem Satz stand er wieder auf seinen Pfoten und trotz seiner Schmerzen, rannte er um sein Leben.

Er rannte und rannte, als wollte er bis ans Ende der Welt. Lange Zeit traute er sich nicht, sich umzuschauen, weil er Angst hatte, die Jugendlichen seien noch hinter ihm. Die jedoch waren ihm gar nicht nachgelaufen sondern hatten nur gelacht und waren froh gelaunt und grölend wegen der geilen Abwechslung ihrer Wege gegangen. Doch so schnell er auch lief, der widerliche Gestank haftete an ihm. Ihn wurde er einfach nicht los, ebenso wie die Angst, die sich in seiner Hundeherzen breit machte.

IX.

Irgendwann, es war bereits ganz dunkel geworden, kam er an einem Spielplatz vorbei, der in Anbetracht der späten Tageszeit völlig leer war. Er war müde, sein Rücken tat ihm so weh, daß er kaum noch laufen konnte, und so beschloß er, sich unter dem Holzboden eines Klettergerüstes in den weichen Sand eine Mulde zu scharren und sich dort bis zum kommenden Morgen hinein zu legen. Trotz seines Hungers schlief er auch sofort ein.

Am nächsten Morgen wurde er durch das schrille Geschrei eines etwas dreijährigen Mädchens jäh aus dem Schlaf gerissen. „Mama, Maaamaaa, schau mal ein gefährlicher Rosahund ohne Maulkorb!” „Lucky” verstand die Welt nicht mehr. Er konnte einfach nicht verstehen, warum die Leute sich so hysterisch benahmen, denn er wollte nur eines: Einen netten Menschen finden, der ihn zu seinem Freund Tim brachte. Aufgeschreckt durch das Gezeter der Kleinen und durch die schlechten Erfahrungen des Vortages beschloß „Lucky” sich vorsichtshalber ins nächste Gebüsch zurückzuziehen. Seine Schmerzen im Rücken waren über Nacht nicht weniger geworden und so humpelte er von dannen.

In der Zwischenzeit hatte die Mutter ihr Kind in Sicherheit gebracht und per Handy die Polizei angerufen: ”Sie müssen sofort kommen! Auf dem Spielplatz an der Hauptstraße läuft ein agressiver Rosahund herum. Als meine Tochter ihn fand, hat er sie gleich angegriffen. Ich konnte mein Kind gerade noch retten. Sie müssen die Bestie sofort erschießen, damit er nicht noch Kinder zerfleischen kann.”

X.

Ein paar Minuten später fuhren zwei Streifen- und zwei Mannschaftswagen vor. „Lucky” konnte aus seinem Versteck beobachten, wie ganz viele grün bekleidete Menschen aus den Autos ausstiegen. Die meisten von ihnen hielten längliche Gegenstände hoch, die vorne ein Loch hatten. Sie hatten sich im Halbkreis aufgestellt und kamen immer näher. Hinter dieser grünen Front hüpfte ein Mann mit einer Fotokamera ganz aufgeregt umher. „Lucky” kannte so etwas von denSonntags-Ausflügen.

Man hatte einen Reporter gerufen, der sich die einmalige Chance nicht entgehen lassen wollte, der Menschheit in Wort und Bild die Vernichtung eines gefährlichen Rosahundes - selbstverständlich medienwirksam auf gemacht - zum nächsten Frühstück zu servieren. Das würde die Auflagenstärke der Zeitung und auch sein Gehalt erheblich erhöhen.

„Lucky” verstand das alles nicht. Ihm war trotz seines rosa Pullovers kalt und er wollte jetzt nur noch nach Hause. So raffte er sich auf und trat ganz langsam aus dem Gebüsch. Im gleichen Moment hörte man von weit hinten ein Raunen einer großen Menge Schaulustiger. „Da seht nur, die Bestie! Auf was wartet Ihr noch, erschießt sie doch endlich, bevor sie noch einen von uns anfallen kann!” Gleichzeitig rissen die „Grünen” die länglichen Gegenstände hoch und man hörte das ununterbrochene Surren des Motors der Fotokamera.

XI.

„Lucky „ war müde. Er war sooo müde und hatte plötzlich Angst vor den Menschen. Früher waren alle freundlich zu ihm. Was war bloß geschehen? Er war doch immer noch der gleiche! Er war doch immer noch „Lucky”! Er legte sich mitten auf den Weg. Die Schnauze auf den Boden. Er wußte nicht, was nun geschehen würde und wartete geduldig auf das, was da kommen sollte. Hoffentlich würde er bald nach Hause zu Mama und Tim können.

Der Kreis der „Grünen” mit ihren komischen länglichen Gegenständen wurde immer enger. Doch „Lucky” blieb liegen. Weglaufen hatte keinenZweck, das erkannte er ganz genau. Die grüne Mauer schien undruchdinglich. Schräg vor ihm jedoch teilte sie sich plötzlich und auf ihn zu kam ein junger Mann mit einer Stange, an deren Ende eine Schlaufe befestigt war. Der junge Mann hatte freundliche Augen und sprach mit ruhiger Stimme zu „Lucky”: ”Komm mein Junge, jetzt bringe ich Dich erst mal weg hier. Du frierst und hast bestimmt auch Hunger. Deine Wunde am Kopf muß auch mal angeschaut werden.

„Lucky” war glücklich, endlich wieder einen freundllichen Menschen gefunden zu haben und schaute dem jungen Mann vertrauensvoll entgegen. Er bewegte sich nicht, nur sein Stummelschwanz wedelte zaghaft. Man legte ihm die Schlinge um den Hals und zog sie an. Ohne Widerstand ging „Lucky” mit dem jungen Mann mit. Der führte ihn an der grünen Mauer vorbei zu einem Transporter. Die meisten der grünen Männer beobachteten diese Aktion mit haßerfüllten Augen. Nur bei ganz wenigen bemerkte „Lucky” ein unruhiges Flackern.

XII.

Der Hundefänger brachte ihn schließlich nach längerer Autofahrt in ein Industriegebiet und hielt vor einer großen Halle. Hier war er noch nie gewesen und er wußte auch nicht was er hier sollte. Daß das nicht der Weg nach Hause war, hatte „Lucky” bereits erkannt. Aber er vertraute dem jungen Mann, der würde ihm bestimmt bald helfen.

Als er dann jedoch durch eine Art Schleuse die Halle betrat, verschlug es ihm den Atem:

„Lucky” konnte nicht glauben, was er dort sah. In dem riesigen Raum waren auf dem Betonboden Reihen von Käfigen montiert worden. Einer neben dem anderen! Und in jedem dieser Käfige saß ein Rosahund. Wie gesagt, „Lucky” hatte von der Kampagne gegen Rosahunde bisher nichts mitbekommen. Aber beim Anblick dieser Menge, vor Aufregung laut bellender Rosahunde schaute er entsetzt an sich herunter. Er hatte immer noch Mamas alten rosé - farbenenen Pullover als Glückschwein - Kostüm an. Zwar war der nun schon etwas schmutzig und nach Benzin stank er auch, aber rosa ist nun mal rosa, mußt sich „Lucky” eingestehen.

Mit Entsetzen erkannte er, daß er warscheinlich niemals mehr zu seiner Familie nach Hause kommen würde. Und in seiner Not fing er an zu jaulen. Er jaulte und jaulte all seine Not aus seiner Hunde - Seele hinaus. Alle Rosahunde waren plötzlich still und hörten ihm zu. Doch der junge Mann konnte „Lucky” leider nicht verstehen. Denn sonst hätte er „Lucky” schreien hören können: ”Neeeeiiiiiin! Nein, ich bin gar kein Rosahund, ich wollte doch nur ein Glückschwein werden. Ich wollte nur wieder beachtet werden. Ich wollte nur wieder geliebt und gestreichelt werden! Woher wollt Ihr wissen, daß ich agressiv bin? Nur weil ich reinzufällig rosa bin? Schaut mir doch in die Augen, Ihr Menschen! Ich bin kein Rosahund! Ich bin doch der liebe „Lucky!”

Doch sein herzzerreißendes Jaulen nützte „Lucky” gar nichts. Der junge Mann schob ihn mit einem Tätscheln in einen freien Käfig. Danach schloß er die Tür mit den Worten: ”Tut mir leid, mein Junge, ich kann Dir leider nicht helfen. Die Gesetze sind nun mal so! Die Politiker haben beschlossen, daß die Stadt von Rosahunden befreit wird."

XIII.

Nun saß „Lucky” da in seinem neuen Domizil. Er hatte sich an die Zwinger - Stäbe gequetscht und schaute in das gleißende Licht der künstichen Beleuchtung. Von hier aus konnte er weder das Blau des Himmels noch das Grün der Natur, das er so sehr liebte, sehen. In seinem neuen „Zuhause” gab es nur eine Holzpalette. Vergeblich suchte er eine weiche Decke, wie sie ihm Mama immer in sein Körbchen gelegt hatte. Auch ein Bällchen fand er nicht.

Müde, verzweifelt und immer noch hungrig, denn für die morgendliche Fütterung war er zu spät eingeliefert worden, rollte er sich in einer Ecke seines Käfigs zusammen. Er wollte nur noch eines, ganz schnell einschlafen, um dem nagenden Gefühl von Hunger und Einsamkeit zu entfliehen. In seinem Traum sah er seinen Freund Tim auf ihn zu laufen. Die Freude war riesengroß. Endlich, endlich wieder beisammen. Er sprang an dem Jungen hoch und der nahm ihn ganz fest in die Arme. Von hinten aus dem Nebel heraus tauchte dann auch Mama auf mit einem ganzen Teller duftender Würstchen.

Nachdem er sich den Bauch damit vollgeschlagen hatte, hörte er von irgendwo her die vertraute Stimme von Papa: ”Na, „Lucky”, sollen wir jetzt im Garten mit dem Bällchen spielen?” „Lucky” drehte sich mehrmals um sich selbst, weil er nicht erkennen konnte, woher die Stimme kam. Er hatte „seinen” Papa schon so lange Zeit nicht mehr gesehen! Als er hörte: ”Na komm doch mal her!”, vernahm er das Klappern einer Tür. Während er langsam wach wurde und in das künstliche Licht blinzelte, mußte „Lucky” jedoch erkennen, daß es sich hierbei nicht um dieTerassentür handelte sondern um die Zwingertür seines Käfigs. Vor ihm stand der junge Mann und ein älterer mit einer Brille auf der Nase. Er wußte nicht, wer das ist, aber den Geruch kannte er von den jährlichen Impfterminen beim Tierarzt.

XIV.

Der Brillenmensch hatte ihn genau untersucht, auch das Halsband, auf dem sein Name u. die Telefon - Nr. standen. Für sein Fell hatte er sich ebenfalls interessiert. Er hatte seinen Körper abgetastet und dabei gestutzt. Dann hatte er den rosé - farbenen Wollstoff hoch gehoben und darunter gefühlt.

Er nahm sein Blatt zur Hand, schob seine Brille zurecht und zog die Stirn kraus. Lange beugte er sich so über die Seite, bis ein Ruck durch ihn hindurch ging und während er vor sich hin murmelte: ”Sicher ist sicher....man weiß ja nie!”, notierte er:

* lfd. Nr. der Liste: 487
* Chip-Nr. des Hundes: bei Aufnahme keine
* Name des Hundes: „Lucky”
* zu vermitteln als: Kat.1
* geschätztes Geburtsjahr: ca. 1997
* Rasse: Rosahund (?)
* Geschlecht: m
* Aufnahme Halle am: 20.08.

Was „Lucky” nicht wußte: Dieser Ruck, der da durch den Brillenmenschen hindurch gegangen war, sollte sein ganzes weiteres Leben entscheiden.

XV.

Wortlos verließ der Bebrillte den Käfig und der junge Mann verriegelte die Tür hinter ihm. Er blickte „Lucky” freundlich an und sagte zu ihm: ”Leider kann ich Dir nicht helfen, die Gesetze sind nun mal so. Aber Kopf hoch, mein Junge, es wird schon werden!” Da durch schöpfte „Lucky” wieder ein wenig Hoffnung. „Wenn mein neuer Freund das sagt, wird es sicher stimmen”, dachte er. Warum sollte er ihn auch anlügen, wo er doch immer ein freundliches Wort für ihn hatte.

So verging ein Tag nach dem anderen. Es war immer der gleiche Lärm durch das Gebell der unglücklichen Hunde. Es war immer das gleiche künstliche Licht. „Lucky” hatte im Laufe der vielen Wochen und Monate schon fast vergessen wie schön das Licht der Morgensonne sich in den Tautropfen der Gräser spiegelte. Er träumte oft davon, eines Tages wieder mit seiner Familie durch den Garten zu hüpfen und er wünschte sich nichts sehnlicher als bei ihnen und mit ihnen zusammen glücklich zu sein.

Doch jedes Mal wachte er irgendwann wieder auf und war immer noch in dieser schrecklichen Halle.

XVI.

Inzwischen hatte man ihn auch einem Wesenstest unterzogen. Dazu wurde er von anderen Hunden und auch von Menschen bedroht. Er sollte an einem Kinderwagen mit schmutziger Windel vorbeigehen, aus dem ein von einem Gerät für Hundeohren völlig verzerrtes Babygeschrei kam. Man spannte einen Regenschirm in nächster Nähe vor ihm auf und viele verwunderliche Dinge mehr..

Doch „Lucky” ließ alles gelassen über sich ergehen. Oftmals schien es so, als sei er schon gar nicht mehr hier.

Obwohl er den Wesenstest bestens bestanden hatte, wurde er wieder in seinen Käfig in der Halle gesperrt. Was „Lucky” nicht wußte und was ihn hätte endgültig verzweifeln lassen. Er konnte nie wieder zu seiner Familie zurück.

Man hatte „seine” Mama und seinen Freund Tim für unzuverlässig erklärt, weil sie nicht gut genug auf ihn aufgepasst hatten, da er „ausbrechen” konnte.

So saß er wieder für eine lange Zeit in seiner Zelle und träumte sich so oft es eben ging in eine bessere Welt. Das jedoch gelang ihm immer seltener. Er konnte sich kaum noch an Mama und Tim erinnern. Er war mutlos, einsam.......

XVII.

Eines Tages wachte er auf. Irgend etwas war heute anders! Das Bellen der Rosahunde war aufgeregter als sonst! In der Luft lag eine seltsame Spannung.

Der junge Mann und der Brillenmensch gingen langsam durch die Reihen und schauten sich die Hunde aufmerksam an. Zu jedem Hund wurde ein Buchstabe notiert. Entweder ein „V” oder ein „E”. Bei „Lucky”angekommen, sagte der Bebrillte: ”Tja, an sich sieht der ja noch ganz ordentlich aus! Keine Leckekzeme - und entzündete Augen hat er auch nicht!. Aber dieser Stummelschwanz! Coupierte Schwänze sind eben nicht mehr gefragt. Auch wenn der Hund den Wesenstest ohne Abstriche bestanden hat, aber die Leute halten Hunde mit abgeschnittenen Schwänzen für noch viel gefährlicher. Den kriegen wir nicht vermittelt!”

Zu dem jungen Mann gewandt sagte er: ”Notieren sie ein „E”!.

Damit war die Begutachtung zu Ende und „Lucky´s” Leben auch.

Am nächsten Tag wurde er mit mehreren anderen Hunde abgeholt. Als er auf dem Tisch lag und die Injektion in seiner Vene spürte, leckte er dem Bebrillten die Hand..........

......während er sich mit Papa, Mama und seinem Freund Tim in dem feuchten Gras liegen sah, in dessen Tautropfen sich das Licht der Morgensonne spiegelte.

*Ende*

Diese Geschichte ist entstanden aus Fragmenten von(Zeitungs)-Berichten, die sich mir auf- grund ihrer Ungerechtigkeit und Grausamkeit unauslöschlich ins Gehirn eingebrannt haben.

Jede Ähnlichkeit mit Begebenheiten und Handlungsweisen aus Gegenwart und Vergangenheit sind rein zufällig gewollt...

...auf das sich jeder mit einem noch so kleinen Funken Gewissen und Verstand angesprochen fühlen möge.



Die Verwendung und Weitergabe der Geschichte (unter Angabe desAutors) in ungekürzter Fassung zum Zwecke der Aufklärung ist ausdrücklich gewünscht.

22.02.2002 Sigrid Bojert

(priwall-hundehuette@web.de)
Zuletzt geändert von salech am 26.01.2009 17:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon salech » 29.12.2008 15:30

Im Land des Adlers.

Vor vielen Jahren, wie mir die Alten erzählen, lebten in einem Land in Natur und Frieden, Menschen, die nur ihre Riten wählten.
Die Einheit war entschieden, niemand wollte Brüder verkaufen, keiner dachte nur an sich!
Jahrunderte konnten unbeschwert verlaufen, doch der Frieden wich.

Im Land des Adlers.

Weiße, bessere (?) Menschen drangen ein, zerstörten jede Regel und jeden Brauch.
Wollte man nicht wie die Eindringlinge sein, starb man in Qualm und Rauch.
Niemand gab ihnen ihre Seelen zurück, keiner achtete Mensch und Tier, das Land der Ahnen, Stück für Stück, verfiel im Whisky und Gier.

Im Land des Adlers.

Wer gibt euch die Macht und das Recht friedliche Menschen zu verjagen? Männer, Frauen, Kinder, jedes Geschlecht ohne nach einem Grund zu fragen, wie wilde Tiere zu sperren in ein Reservat, muß man erst das Gesicht verlieren?
Haß und Streit ist das Resultat.
Unser Blut wird euer Haupt verzieren!

Im Land des Adlers.

Ist die Hautfarbe entscheidend, oder ist es purer Neid?
Kann es sein, daß Ihr unser Glück beneidet, oder was rechtfertigt unser Leid?
Wir haben alles ertragen, ja, wir haben uns gewehrt, doch am Ende hattet ihr das Sagen, unser Volk war entgültig entehrt.

Im Land des Adlers.

Wir sind auf ewig vertrieben, wurden in manch blutiger Schlacht aus unserem Land, was wir lieben erniedrigt, ermordet und ausgelacht.
Hört ihr nicht das flehene Rufen sehr ihr nicht die Zeichen der Natur?
Vermißt ihr nicht das Geräusch von Hufen?
Mein Gott, wer seid ihr nur?

Im Land des Adlers.

Ist das die Zivilisation?
Ist das die bessere Welt?
Freie Menschen leben in Isolation von anderen Menschen wegen Geld gequält!
Hör doch einmal auf die Alten, ihre Weisheit und ihre Bräuche last die alte Harmonie wieder walten ihr ward für uns nur eine Seuche.

Im Land des Adlers.

Der Geist und das freie Leben kann weder durch Hass, noch Gewalt eine andere Gesinnung ergeben, der Friede ist gespielt, aber die Faust ist geballt!
Wir werden wieder Frieden finden, unsere Rechte sind verletzt die Natur wird sich mit uns verbinden, dann werdet ihr gehetzt!

Im Land des Adlers

Vergeßt nicht die Macht der Gedanken, manches, was ihr nicht erkennt zerstört die auferlegten Schranken, die ihr bald selbst verbrennt.
Unser Land mit vielen Weisen ist besetzt mit Korruption man wird auch euch in Schranken weisen, zum gemeinsamen Leben in Kooperation.
Zuletzt geändert von salech am 26.01.2009 17:05, insgesamt 1-mal geändert.
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