Die große weite Fußball-Welt

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Beitragvon salech » 24.02.2010 02:30

Geschrieben von Guido Schäfer
Donnerstag, 18. Februar 2010

Bundesliga, U19-Nationalmannschaft: Der blutjunge Ex-Leutzscher Adriano Grimaldi lebt seinen Traum

Leipzig.
Er spielte mit 17 Jahren für den FC Sachsen, wäre danach beinahe bei RB Leipzig gelandet, unterschrieb im Sommer 2009 beim FSV Mainz 05. Ablöse: Schlappe 10 000 Euro. Als den Rheinhessen die Stürmer ausgingen, wurde Adriano Grimaldi von der Regionalliga in die Bundesliga befördert, debütierte am 12. September 2009. Der Sprinter kam gegen Hertha BSC in der 70. Minute, holte einen Elfer raus, wurde nach dem 2:1-Sieg von Trainer Thomas Tuchel unter Welpenschutz gestellt. Interviews mit dem "aufgehenden Stern am Firmament" (Allgemeine Zeitung Mainz) gab es keine.
Fünf Monate und weitere fünf Einwechslungen später darf Grimaldi reden. Über das Üben mit den Bundesliga-Cracks, technische Defizite, erstligareife Physis, Rückschläge, seine ersten beiden Spiele für die von Horst Hrubesch gecoachte deutsche U19-Nationalmannschaft. "Es ist viel passiert in den letzten Monaten", sagt der 18-Jährige, der nach wie vor in telefonischem Kontakt mit Sachsen-Trainer Dirk Heyne steht. "Ich hatte einen tollen Start, durfte danach bei den Profis trainieren. Als damals alle von mir redeten, bin ich auf dem Boden geblieben, habe mich aufs Sportliche konzentriert."
Grimaldis unglaubliche Dynamik und sein Mut haben ihn zwar noch nicht zum Stammspieler bei den Profis werden lassen, brachten aber zwei Berufungen in die U19-Auswahl. "Ich wurde dort super aufgenommen", so Grimaldi nach den Spielen gegen Polen und Portugal. Der Leipziger Frank Engel ist Sportlicher Nachwuchsleiter beim DFB und als solcher ein berufsbedingt kritischer Geist. "Adriano ist für seine 18 Jahre körperlich sehr weit, hat keine Angst, geht dahin, wo es weh tut. Was ihm fehlt, ist die technische Grundausbildung." Da wird eine profane Ballannahme schon mal zum ungewollten Zweikampf mit dem Ball. Profi-Coach Tuchel: "Er hat mit 18 Jahren jedes Recht auf Defizite. Wir haben die Pflicht, mit und an ihm zu arbeiten. Adriano hat Durchsetzungsvermögen, ist furchtlos. Der tut richtig weh."
Noch hat der Furchtlose nur einen Amateurvertrag, ist nach spektakulären Mainzer Winter-Neuverpflichtungen etwas aus dem Fokus geraten. Auch an dieser Stelle kommt dem Halb-Italiener (wird von seinem Onkel beraten) seine unaufgeregte Ader zugute. "Alles hängt von mir ab. Wenn ich mich weiter verbessere und hart arbeite, bekomme ich irgendwann Einsätze." Muss ja nicht im schönen Mainz am Rhein sein. U-Auswahlspieler sind heiß begehrte Objekte, stehen unter ständiger Beobachtung.
Sein Ex-Klub FC Sachsen, der sich Hoffnungen auf ein sommerliches Mainzer Spiel in Leipzig macht, testet am Sonnabend beim Chemnitzer FC (13 Uhr, Beyerstraße). Grimaldis Beinahe-Verein RB Leipzig tritt ebenfalls am Sonnabend an. Um 13.30 Uhr beim ZFC Meuselwitz.

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A... HOCH FÜR CHEMIE!!!
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