"Längste Vorbereitung meiner Karriere"

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"Längste Vorbereitung meiner Karriere"

Beitragvon salech » 24.02.2010 02:33

Geschrieben von Guido Schäfer
Freitag, 19. Februar 2010

Im Sibirischen Klammergriff: Nicht nur Lok-Kapitän Torsten Jülich hat langsam genug vom Üben auf Eis und Schnee

Die berühmte Bärennummer, man sitzt vorm Loch und brummt, findet kein Ende. "Das ist die längste Vorbereitung meiner Karriere", sagt Lok-Brummbär Torsten Jülich, der mit seinen Kameraden am 4. Januar ran musste und seitdem wartet, dass der Wetterfrosch die Leiter besteigt. Zu den aktuell sechs Wochen des Übens, Harrens und Ärgerns dürften sich spielend zwei weitere hinzugesellen.
Kapitän Jülich: "Langsam wird es ein bisserl zäh, da kriegt man ja eine Meise." Nachdem auch noch diverse Testpartien dem sibirischen Winter zum Opfer fielen, herrschen an dieser Front jetzt gnädigere Winde. Am Mittwoch wurde bei Union Sandersdorf verloren (1:2), Sonnabend trifft der Oberligist auf dem Grimmaer Kunstrasen auf den Regionalligisten Goslaer SC (13 Uhr). Positiv: Die Gehälter kommen nach wie vor pünktlich - trotz der Einnahmen freien Eiszeit. "Das ist schon bemerkenswert und sicher nicht leicht für den Verein", sagt "Jule". Falls es im Mai immer noch schneit, sollte Coach Uwe Trommer ein Freud betontes Kontrast-Programm für seine Untergebenen entwerfen ...
Beim Ortsnachbarn Sachsen Leipzig ist Coach Dirk Heyne diesbezüglich ein Stück weiter, bietet den Fußballern herzallerliebste Alternativen zum täglichen Einerlei. Mal geht es zum Schwitzen in die Sachsentherme, mal wird in Mannschaftsstärke gebowlt. Sozialverträglich außerdem: Heyne streut auch Tage zur freien Verfügung ein. "Die Situation ist für alle nicht einfach", sagt der 52-jährige Ex-Nationalkeeper, "man trainiert ständig auf den Ernstfall hin und spielt dann doch nicht. Da geht natürlich die Luft ein bisschen raus." Erschwerend hinzu kommt laut Coach: "Wir haben den schlechtesten Kunstrasen Deutschlands." Stichwort Geld: Weil der Klub noch von den Top-Einnahmen aus den beiden Spielen gegen RB und L-*-K im Zentralstadion zehrt, kommt es noch zu keinen Engpässen. Nach Heynes Einschätzung steigt das erste Leutzscher Punktspiel erst am 7. März daheim gegen Schott Jena. Das wären dann fast auf den Tag genau satte zwei Monate nach dem Beginn der Rückrunden-Vorbereitung ...
Finanzielle Sorgen haben die Rasenballer keine, der Oberliga-Souverän könnte bis zum Sankt-Nimmerleinstag ohne Zuschauer-Einnahmen leben. Bessere Trainingsbedingung als die Stadt-Rivalen haben die edlen Roten Bullen aber auch keine. Als der Kunstrasen in der Egidius-Braun-Sportschule verlegt wurde, war Deutschland zweigeteilt, liefen die Männer von RB-Coach Tino Vogel noch mit der Rassel um den Christbaum. Routinier Patrick Bick macht gute Mine zum bösen und verletzungsträchtigen Spiel: "Da müssen wir durch." Willkommene Abwechslung: Am Sonnabend, 13.30 Uhr, kickt RB in Meuselwitz. Auf einem Kunstrasen der jüngsten Generation.

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A... HOCH FÜR CHEMIE!!!
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